LHMI Kongress 2017

72. LMHI Kongress: HOG beim Homöopathischen Weltärztekongress in Leipzig im Juni 2017

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LHMI 2017 Beitrag HOG

Vom 14. bis 17. Juni 2017 fand der 72. LMHI Kongress in Leipzig statt. Der homöopathische Weltärztekongress stand unter dem Motto „Networking in Medical Care – Ärztliche Zusammenarbeit zum Wohle des Patienten“. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) als Veranstalter hatte mit der Kongresshalle am Leipziger Zoo einen geschichtsträchtigen Veranstaltungsort gewählt. Im Mittelpunkt der Kongresstage standen die wissenschaftliche und die therapeutische Vernetzung der Homöopathie mit anderen ärztlichen Disziplinen und Fachgesellschaften, unter anderem mit dem Ziel, Patienten mit Mehrfachdiagnosen oder schweren chronischen Erkrankungen leichter individuelle Therapiemöglichkeiten bereitstellen zu können. Dies setzt ein offenes und von Vorurteilen befreites Medizinsystem voraus.

Rund 1300 überwiegend homöopathisch arbeitende ÄrztInnen kamen nach Leipzig, um am wissenschaftlichen Programm teilzunehmen und darüber hinaus das abwechslungsreiche Rahmenprogramm zu genießen. Dieses reichte von einem Besuch am Hahnemann-Denkmal über Ausflüge nach Köthen bis hin zu einem Gala-Abend in den prunkvollen Räumen des über 100 Jahre alten Neuen Rathauses.

Das wissenschaftliche Programm spannte den Bogen von der Medizingeschichte über die Forschung bis hin zu Fachforen und Fallmanagement. Rund 40 Aussteller rund um die Homöopathie und andere komplementäre Therapiemethoden warteten im gut klimatisierten Untergeschoß auf Nachfragen von Interessierten. Dank der freundlichen Einladung der Ausstellungskoordinatorin waren wir von HOG mit einem Informationsstand ebenfalls dabei. Janina Huppertz und Ruth Rohde betreuten den Stand von Mittwoch bis Samstag, tatkräftig unterstützt von Dr. Nicola Coutinho und Dr. Christa Lehr. Mit Beamer, PowerPoint-Präsentation und Videos hatten wir visuelle Möglichkeiten, einen Eindruck der Arbeit von HOG zu vermitteln.

Die Teilnahme am Kongress war für HOG als Verein sehr gut und wichtig, wir wurden anerkennend wahrgenommen. Zum einen durch Ärztinnen und Ärzte, die gerne mitwirken möchten, wenn sie weniger arbeiten werden. Hier ist noch einmal klar herausgekommen, dass bei den Ärzten in erster Linie ein Interesse an „Akut-Projekten“ wie in Sri Lanka nach dem Tsunami besteht. Zum andern kamen wir ins Gespräch mit Verantwortlichen der LMHI (Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis) und dem „Central Council of Homeopathy“ in Indien, die sich beide gerne mit uns vernetzen möchten. Darüber hinaus nutzten wir vor Ort die Chance, im Kongressformat „Open Space“ einen Vortrag zu platzieren und die Arbeit und die Ziele von HOG zu präsentieren – mit Anerkennung von internationaler Seite. Die Herausforderung, diesen Vortrag so kurz und prägnant wie möglich zu halten (und auf Englisch), hat uns nicht abgeschreckt. Ein Ergebnis der Diskussionsrunde war die eminente Bedeutung der Zusammenarbeit und Koordination, passend zum Motto des Kongresses „Networking in medical care“.

Insgesamt waren es vier intensive Tage mit vielen Begegnungen, anregenden Gesprächen und einer harmonischen kollegialen Zusammenarbeit.

Janina Huppertz und Ruth Rohde

Das Leben Samuel Hahnemanns ist eng mit der Veranstaltungsort Leipzig verbunden: Hier begann er 1775 sein Medizinstudium, 1811 kehrte der Begründer der Homöopathie in die Stadt zurück, lehrte an der Universität und führte eine Praxis. 1821 verließ Hahnemann Leipzig und ließ sich in Köthen nieder. 1851 wurde das Hahnemann-Denkmal in Leipzig enthüllt, das heute noch besichtigt werden kann.

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