Herbsttreffen Homöopathen ohne Grenzen

Herbsttreffen 2017

HOG-Herbsttreffen September 2017

Zum Auftakt trafen sich am Freitag die ProjektleiterInnen, die AusbildungsleiterInnen und neue Interessierte in Arbeitsgruppen und später dann in der gemeinsamen großen Runde. Alle erfuhren mehr über die gegenwärtige Situation in den Projekten, Erfolge und Probleme, aufgetretene Fragen und Erfahrungen. Oft zeigten sich wieder Parallelen bei der Arbeit und aus dem Berichteten konnte für das eigene Projekt Rückschlüsse gezogen werden. Aber ebenso zeigten sich Unterschiede: Die Herausforderungen in Kenia entsprechen nicht denen in Ecuador, der Unterricht in Bolivien lässt sich nicht auf den in Sarajevo übertragen.

Am Sonnabend arbeiteten die Projekte intern. Die Projektgruppen Ecuador und Sierra Leone bereiteten konkret ihre nächsten Reisen vor, die anderen beschäftigten sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit ihrer Arbeit. Wie lässt sich ein größtmöglicher Nutzen im Land nach dem Projektende hinterlassen? Immer wieder beschäftigt die Mitglieder die Sinnfrage ihres Handelns und sie bemühen sich, ihre Arbeit kontinuierlich den sich verändernden Gegebenheiten vor Ort anzupassen und ihre Ziele neu zu definieren. Dabei zeigt sich immer wieder, wie schwierig das Arbeiten im interkulturellen Kontext sein kann – sei es, dass sich die politischen Verhältnisse verschieben oder eine Krankheit wie Ebola das Weiterarbeiten vor Ort für lange Zeit verhindert.

Das Treffen bot ebenfalls Raum für neue Interessierte und Mitglieder des Flüchtlingsprojekts mit HiA. Die Andersartigkeit dieses Projektes – Einsatz in Deutschland, viele Projektgruppen über das ganze Land verteilt, homöopathische Behandlung statt Unterricht – verdient besonderes Augenmerk und wir hoffen, dass wir diese Herausforderung auch weiterhin gut bewältigen können.

Die Weiterbildung am Sonntagvormittag hat gezeigt, welche Möglichkeiten bestehen, den Unterricht mit Bildern und Icons für unsere SchülerInnen verständlicher zu gestalten. Menschen, die nicht auf das geschriebene Wort fixiert sind, lernen viel leichter und nachhaltiger über Visualisierungen. Aber auch diese Methode will gelernt sein. Eine beliebte Variante bei der Vermittlung von Arzneimittel- und Krankheitsbildern ist auch das Vorspielen vor den anderen SchülerInnen. Oft zu Anfang etwas schüchtern und zurückhaltend, entpuppen sich kenianische Hebammen und indigene Frauen aus Ecuador relativ schnell als überzeugende LaienschauspielerInnen.

Die „Alte Mühle“ in Bad Gandersheim, eine uns seit langem bekannte Unterkunft, zeigte sich als Veranstaltungsort „im neuen Glanz“ und mit neuen Betreibern – alles sehr nett, freundlich und gediegen schön. Nach der letzten Mahlzeit am Sonntag fuhren dann alle TeilnehmerInnen wieder in ihre Heimatstädte, viele noch mit den Wahlunterlagen im Gepäck und dem Ziel, rechtzeitig an Ort und Stelle ihre Stimme abgeben zu können. Bestimmt waren auch diesmal viele von dem guten Gefühl erfüllt, das sich einstellt, wenn man gemeinsam mit anderen Menschen an einer sinnvollen Aufgabe arbeitet, die Herz und Verstand und persönlichen Einsatz verlangt.

 

Karina Rabe

 

 

 

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