HOG-Mitgliederversammlung 2019

HOG-Mitgliederversammlung 2019

Die Mitgliederversammlung im Frühjahr und das Mitgliedertreffen im Herbst sind bei HOG immer etwas Besonderes: Die Mitglieder sind über das ganze Bundesgebiet und Österreich verstreut – und dementsprechend mischt sich immer auch eine Wiedersehensfreude in das Treffen. Natürlich gibt es das ganze Jahr Kontakt auf allen Ebenen, die Projekte treffen sich auch und die digitalen Möglichkeiten werden ausgiebig genutzt. Doch der größere Rahmen, alle Projekte und alle interessierten Mitglieder, den bieten genau die beiden jährlichen Treffen.

Wie so häufig treffen wir uns im Seminarhaus Rommerz. Ein bewährter, gemütlicher Ort. Ein guter Geist ist in diesen Räumen zu Hause, Offenheit und Improvisation sind möglich, es ist fast familiär. Und es wird hervorragend gekocht. Das ist wichtig, denn die Wochenenden sind intensiv: Planung in den Projekten, Reflexion über das Tun zwischen den Projekten, gemeinsamer Erfahrungsaustausch – und auch das Plenum erfordert Energie.

Wieder stellten sich der erste Vorsitzende Ralf Almasto Burmeister, die zweite Vorsitzende Ursel Lehmann und der Vorstand für die Finanzen Doris Abeler zur Wahl. Susanne Erwig, bislang für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, gehört zukünftig dem Vorstand in beratender Funktion an. Alle wurden einstimmig bei jeweils einer Enthaltung in diesen Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand ist Barbara Böttcher als Vertreterin der ProjektleiterInnen und AusbildungsleiterInnen im Vorstand. Für ihre umfängliche und ja tatsächlich den Verein tragende Arbeit wurde den Vorstandsmitgliedern durch einen großen Applaus gedankt. Man mag das für eine Petitesse halten, doch ist es etwas wirklich Großartiges: die ehrenamtliche Arbeit, die sehr viel Zeit kostet, erfährt oft nur eine Würdigung zwischen Tür und Angel, ist aber ja eine unverzichtbare Säule, um das Andere, die Projektarbeit, den Sinn des Vereins, überhaupt zu ermöglichen.

Und vieles ist möglich (und hier soll nur von zwei Projekten kurz die Rede sein): So konnte zum Beispiel das Projekt Sierra Leone eine Ausbildung erfolgreich abschließen und nach einem ambitionierten Examen die Zertifikate an die SchülerInnen vergeben. Wie schon im Herbst war auch dieses Mal der Freitagabend dem Plenum und damit dem Erfahrungsaustausch zwischen den Projekten vorbehalten. Dadurch gibt es mehr Zeit, um nicht nur die Berichte aus den einzelnen Projekten zu hören, sondern auch die Zeit, Erlebtes gemeinsam zu reflektieren. Das ist wichtig, da die Anforderungen an jene, die in die Länder reisen, hoch sind. Das Fachliche ist das eine, das Klima das andere, die Begegnung in einer anderen Kultur das Dritte, labile politische Situationen das Vierte – und hier ließe sich die Liste ja noch erweitern. So können wir für das Erreichte wirklich dankbar sein. Das spornt auch an: in Ruanda ist ein neues Projekt am Werden, die Planung ist nun in einer intensiven Phase.

Am Sonntag dann eine Fortbildung zur Didaktik: Stoffvermittlung ist im Grunde eines der zentralen Themen, denn alles Fachwissen nützt nichts, wenn es nicht weitergegeben werden kann. Ursel Leßmann hatte einen ganzen Koffer voller Ideen und Werkzeuge mitgebracht – vielerlei Anregungen, die auch ausprobiert wurden. Wie kann man Krankheitsbilder erfahrbar, wie verschiedene Miasmen erkennbar machen? Und das vor einem anderen kulturellen Hintergrund? Die TeilnehmerInnen waren mit Begeisterung dabei, heiter war es und heiter lässt sich gut lernen.

 

Alexander Zimmermann

 

Bitte vormerken: Das HOG-Mitgliedertreffen im Herbst 2019 findet vom 11. bis 13. Oktober in Germerode statt.

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