Teaching techniques used in Kenya / Lamu Project

Presentation by Reheme Mohammad Bakari, Ahmed Ali Mzee (Babu), Christa Ehrlich

Erster pan-afrikanischer Homöopathiekongress in Kenia

Seit 1997 ist HOG in Afrika tätig, damals in Togo und später in Kenia, vereinzelte kleine Projekte auf dem riesigen Kontinent.... und nun ging im Mai diesen Jahres  ein Traum in Erfüllung: Der erste Pan-Afrikanische Homöopathiekongress! Marie Magré aus den Niederlanden und Jeremy Sheer aus England hatten organisiert und eingeladen.  Marie gelang es, das erste College für Homöopathie in Kenia aufzubauen. Sie lebt und arbeitet seit fünf Jahren in der  Nähe von Mombasa. Jeremy betreibt seit einigen Jahren in Tansania eine homöopathische Klinik und Ausbildungsstätte. Beide hatten die Vision, sämtliche gute Geister die als Homöopathiepioniere in Afrika unterwegs sind, an einen Tisch zu bringen um gemeinsam von Erfolgen und Fehlern zu lernen.

Rund 70 TeilnehmerInnen aus der ganzen Welt kamen am 22. Mai nach Kwale in Kenia zu dem College von Marie um sich kennen zu lernen und ihre Erfahrungen auszutauschen.

HOG schickte Repräsentanten aus fast allen afrikanischen Projekten: vier Homöopathinnen aus Deutschland, drei Studenten aus Kenia und einen aus  Sierra Leone.

Jeremy Sheer bemerkte zu recht in seiner Eröffnungsrede: „ was macht uns Pioniere aus? Wir sind alle entschlossen, wir sind mutig, sehr individuell aber wir haben ein Herz und teilen eine gemeinsame Vision: die Homöopathie für alle Menschen in Afrika zugänglich zu machen, die Menschen vor Ort so gut für wie möglich auszubilden und damit Allen das Wunder der Homöopathie zu zeigen und zu verbreiten.“

Die vier Tage in Kwale waren ein voller Erfolg! Für uns war es  faszinierend zu erleben wie viele unterschiedliche Projekte bereits existieren, wie viele Menschen aus aller Welt genauso engagiert und beherzt wie wir, ihr Wissen zur Verfügung stellen um die fatale gesundheitliche Situation der Menschen in Afrika zu verbessern.

Die Zeit war ausgefüllt mit Vorträgen zu den unterschiedlichen Aspekten von Projektarbeit, in Arbeitsgruppen wurden bestimmte Fragestellungen und Themen vertieft. Probleme wie beispielsweise der Umgang mit lokalen Behörden, die mögliche Registrierung von Arzneimitteln vor Ort, die Überwindung kultureller Unterschiede wurden gemeinsam erörtert dabei konnten wir unsere unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten austauschen. Rehema, eine unserer Hebammenschülerinnen auf Lamu hat die Kongressteilnehmer mit ihrem Vortrag tief bewegt: Selbstbewußt erzählte sie dem Auditorium dramatische Fälle aus ihrer Praxis, denen sie mit Hilfe ihres homöopathischen Wissens das Leben hatte retten können.

Wir alle haben enorm viel erfahren und gelernt in der Zeit: alle Projekte, so unterschiedlich sie sind, werden mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Wozu das Rad jedes Mal neu erfinden? Durch diesen Kongress ist es uns gelungen eine gute Verbindung untereinander herzustellen um uns gegenseitig in unserer Arbeit zu unterstützen.

Uns allen ist klar: wir sind auf dem Afrikanischen Kontinent mit einer sehr komplexen Situation im Gesundheitsbereich konfrontiert. Einerseits herrschen die dramatischen Seuchen wie HIV/AIDS, Malaria , Typhus, etc und andererseits breiten sich allmählich dazu auch noch die chronischen Erkrankungen der nördlichen Hemisphäre aus, wie Diabetes, Rheuma, Depressionen. Die hygienischen Bedingungen sind häufig katastrophal ebenso wie der Ernährungszustand der Menschen. Milliarden werden in Malaria mittel und AIDS-Medikamente investiert, Geld was allzu oft gar nicht vorhanden ist. Wie vielen Menschen ist entweder der Zugang zu der schulmedizinischen Therapie  verwehrt oder aber ihr Zustand bessert sich durch diese Arzneien nicht. Die klassische Homöopathie als komplementäre Medizin hat für Afrika in dieser Situation wirklich viel zu bieten, das dürften wir auf diesem Kongress sehr eindrücklich erleben. Höchste Zeit also die Kräfte, unsere gesammelte Kompetenz und Erfahrung zu bündeln, um homöopathische Therapie für alle verfügbar zu machen.

Filme

Wir haben einige der Vorträge auf Video aufgenommen. Auf den Unterseiten finden Sie jeweils einen Film, und, sofern vorhanden, auch die Bildschirmpräsentationen als PDF Datei.

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