Erdbeben in Bam 2003

2004 - 2007

Bam reich an Datteln
Leben in Containern…
Ruine der Zitadelle

Ende 2003 trifft Iran ein schweres Erdbeben

Die Stadt Bam, bekannt durch ihre schöne Altstadt und Festungsanlage, wird fast vollständig zerstört.
40.000 der 100.000 Einwohner überleben die Katastrophe nicht.
Die Menschen verlieren Familie und Freunde. Ca. 800 Querschnittgelähmte gibt es infolge des Erdbebens.
Die Häuser und das gesamte Hab und Gut der Bewohner Bams sind zerstört. Die meisten Arbeitsplätze existieren nicht mehr. Direkt nach dem Erdbeben wohnen die Menschen in Zelten, später in Wohncontainern, da die Häuser größtenteils noch nicht wieder aufgebaut sind.

Die Arbeit vor Ort

2004 fährt unsere erste Delegation von „Homöopathen ohne Grenzen“ nach Bam und nimmt Kontakte auf.
Viel Unterstützung bekommen wir von iranischer Seite: vom Gesundheitsamt, der Teheraner Universität und von örtlichen Krankenhäusern. Auch die deutsche Botschaft und andere NGOs (Non Government Organisations) begrüßen unser Projekt. Wir stehen in Kontakt mit der WHO (World Health Organisation).
2005 beginnen wir in einem kleinen Praxiscontainer der Baghe-Khan-Clinic mit der Behandlung der Patienten. Neben den Verletzungen infolge des Erdbebens sind Trauer und psychosomatische Leiden häufige Behandlungsthemen. Hier ist die klassische Homöopathie eine ideale Therapiemöglichkeit. Außerdem behandeln wir Kinder im Waisenkindergarten und machen Hausbesuche bei den querschnittgelähmten Patienten.

Hilfe zur Selbsthilfe

Nach den ersten Heilungserfolgen können wir die Nachfrage nach homöopathischer Behandlung kaum befriedigen und eine Ausbildung in klassischer Homöopathie wird sehnlichst erwartet.Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.Wir stehen in Kooperationsverhandlungen mit der Iranian Homeopathic Association (IHA) in Teheran, mit der wir uns den Homöopathieunterricht und die Arbeit in der Praxis in Bam teilen wollen.In Zweierteams fahren wir regelmäßig über Teheran nach Bam, dort behandeln und kümmern wir uns um die administrativen Aufgaben und um Kontakte zu iranischen Homöopathen und zu den Behörden. Unterstützt werden wir dabei von Mitarbeitern des „Bamprojektes“, die von Deutschland aus kontinuierlich an der Umsetzung unserer Pläne arbeiten. Ziel unserer Arbeit ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten: Mit unseren homöopathischen Kollegen aus Teheran planen wir, uns die Praxisarbeit zu teilen und gemeinsam eine Homöopathieausbildung anzubieten, damit unsere Arbeit absehbar von einheimischen Homöopathen übernommen werden kann.

Projektende

Doch kurz vor Abschluss der Verträge für diese Pläne entziehen uns leider die örtlichen Vertreter des Gesundheitsministeriums die Behandlungserlaubnis und wir müssen unser Bam-Projekt 2007 beenden.
Sehr bedauern wir, dass wir unsere Patienten ohne weitere homöopathische Behandlung zurücklassen müssen. Dennoch sind wir glücklich, mit unserem Einsatz ein Stück zur Völkerverständigung zwischen okzidentaler und orientalischer Welt beizutragen. Wir sind sehr dankbar, durch unsere Arbeit als großes Geschenk einen Einblick in das Leben, Denken und Fühlen der Iraner zu erhalten und davon auch in Deutschland berichten zu können.

 

Hier können Sie den vollständigen Projektplan für das Projekt Bam in Iran lesen.

Bildergalerie - Unser Projekt in Bam

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Bam, Iran

Staat Iran

Provinz Kerman

Einwohner 100 000

Sprache Persisch (Farsi)

Religion Islam (Schia, Sunniten)

Bam, eine reiche Stadt in der Provinz Kerman im Südosten des Iran und wunderschöne Oase nahe der Wüste zu Afghanistan.

Am 26.12.2003 wird ein Großteil der Stadt Bam durch ein Erdbeben verwüstet. 40.000 der 100.000 Menschen sterben. Da sich das Beben in der Nacht ereignet, wo die Menschen schlafend in ihren Häusern liegen, bleiben viele Menschen querschnittgelähmt zurück. Die berühmte Zitadelle Arg-é Bam ist fast völlig eingestürzt. Sie spiegel die Situation der Bevölkerung wieder. Am 21.6.2004 wird die Stadt Bam erneut durch ein schweres Erdbeben erschüttert. Die Zitadelle wird 2004 durch die UNESCO zum Weltkulturerrbe erklärt und auf die rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt, um dadurch ihren Wiederaufbau zu sichern.