Bam Bericht Oktober 2005

Bericht unseres Aufenthaltes in Bam Oktober 2005

Bam_Camp_Querschnittgelaehmte
...bei der Behandlung
Margaretha Sasker au sein de l´organisation
Parivash Shababi, Dr. Ahmady, Margaretha Sasker
n a Carpetshop…

Elke Schulte-Güstenberg und Margaretha Sasker:

Zielsetzung: Ausbau der Beziehungen in Teheran:
im Gesundheitsministerium
an der Universität
Ausbau der Beziehungen in Bam:
im Gesundheitsamt
mit dortigen NGO´s
Festigung des Kontaktes mit der Deutschen Botschaft in Teheran
Suche nach einheimischen Mitarbeitern in Bam
Suche nach einer temporären Unterkunft in Teheran
Suche nach einer temporären Unterkunft in Bam und evtl. Internetanschluss.
Frage der Zulassung von Heilpraktikern

Ergebnis und Empfehlungen:

a. HOG ist in Iran als NGO anerkannt worden. Herr Seddighi, als Regierungsvertreter in Bam hat die Zulassung erteilt. HOG kann auch weitere Projekte in Iran beginnen.

b. Dr. Arabi vom Gesundheitsministerium in Teheran, unterstützt HOG. Auf die Frage der Anerkennung der Heilpraktiker sagte sie, es liegt in unserer Verantwortung wen wir nach Bam schicken.

c. Prof. Radmehr und Dr. Djavari von der Universität Teheran würden sich über weitere Zusammenarbeit mit HOG freuen. Sie betrachten die Entwicklung als sehr positiv und können sich vorstellen, etwas auf Kongress- oder Seminarebene gemeinsam zu entwickeln.

d. In Bam wurden weitere Gespräche geführt mit Behörden, anderen NGO´s und der WHO mit dem Ziel weiterer Zusammenarbeit.

e. Nach kurzer E-Mail Anmeldung steht Herr Fabig von der Deutschen Botschaft für Gespräche zur Verfügung. Der Botschaft kann keine finanzielle Hilfe zusagen.

f. Frau Najmeh Marzan, lange in Bam ansässig, steht HOG als englische Übersetzerin zur Verfügung. Sie hat NGO Erfahrung und verfügt über viele Kontakte. Wenn HOG nicht in Bam anwesend ist, wird sie HOG offiziell bei den Behörden vertreten. Frau Marzan, die einem Beruf nachgeht, kann sich flexibel für den Bedarf bei HOG frei nehmen.

g. Frau Parivash Shahabi steht HOG als deutsche Übersetzerin zur Verfügung. Sie hat uns sehr geholfen und ist auch bereit, weiter für HOG zu arbeiten. Sie lehrt an einer Sprachenschule in Kerman und wird später an der Universität Kerman tätig sein. Bei HOG - Bedarf bittet sie um rechtzeitige Benachrichtigung, damit sie ihre Arbeit bei der Uni entsprechend organisiert.

h. In Teheran besteht die Möglichkeit, im Hotel Naderi für 15 $ pro Person zu übernachten. Das Hotel liegt im Zentrum, nahe der deutschen Botschaft. Das Frühstück wird im neuen Naderihotel eingenommen, 2 Minuten zu Fuß. Frau Jacobi ist immer bereit, uns aufzunehmen, aber mit ihren fünf Kindern, kann man es ihr kaum zumuten, immer neue Leute zu beherbergen.

i. Solange wir unregelmäßig nach Bam fahren, ist eine feste Bleibe dort wegen der Kosten unnötig. Akhbar´s Guesthouse reicht aus. Für 8 Nächte und Vollpension für zwei Personen zahlten wir 150 $. In Bam City sind kaum Häuser verfügbar, die meisten sind zerstört, und die Bewohner selbst in Containern untergebracht. Die Lage wird sich erst mittelfristig ändern. Mit dem Wohnungsbau in Bam werden Container frei, die für uns eine brauchbare Alternative darstellen könnten.

j. In 15 km Entfernung entsteht das neue Bam, Arge-e Djadid, eine etwas künstliche Siedlung. Die Mieten beginnen bei 500 $ pro Monat. Der Standort hat gewisse Vorteile. Die Internetanschlüsse sind deutlich schneller und besser. Durch Bewachung ist es verhältnismäßig sicher. Alle NGO´s haben ihre Büros dorthin verlegt. Auch die Reisegesellschaften haben dort Vertragsunterkünfte. Für HOG kommt Arg-e Djadid vorerst aus Kostengründen nicht in Frage.

k. Patienten sind vorhanden, doch die Homöopathie ist unbekannt. Die Patienten sind dran gewöhnt, tütenweise Medikamente zu konsumieren. Elke hatte eine praxisnahe kurze Beschreibung, die Einnahme und Wirkung der Kügelchen beschreibt, von Frau Shahabi in Farsi übersetzen lassen.

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Bam, Iran

Staat Iran

Provinz Kerman

Einwohner 100 000

Sprache Persisch (Farsi)

Religion Islam (Schia, Sunniten)

Bam, eine reiche Stadt in der Provinz Kerman im Südosten des Iran und wunderschöne Oase nahe der Wüste zu Afghanistan.

Am 26.12.2003 wird ein Großteil der Stadt Bam durch ein Erdbeben verwüstet. 40.000 der 100.000 Menschen sterben. Da sich das Beben in der Nacht ereignet, wo die Menschen schlafend in ihren Häusern liegen, bleiben viele Menschen querschnittgelähmt zurück. Die berühmte Zitadelle Arg-é Bam ist fast völlig eingestürzt. Sie spiegel die Situation der Bevölkerung wieder. Am 21.6.2004 wird die Stadt Bam erneut durch ein schweres Erdbeben erschüttert. Die Zitadelle wird 2004 durch die UNESCO zum Weltkulturerrbe erklärt und auf die rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt, um dadurch ihren Wiederaufbau zu sichern.