März 2014

Wie geht es weiter? Wäre es nicht wünschenswert, dass die Behandlung mit der klassischen Homöopathie auch weiterhin gewährleistet wäre?

Wiedersehen nach einer längeren Pause

Unterricht in dem schön gestalteten Praxisraum
Die Wand dient als Projektionsfläche für den Lernstoff
Neue Wohnsiedlung am Stadtrand von La Paz

Wir kommen Donnerstag 13.3. abends in La Paz an. Flug und Höhenanpassung haben wir relativ schnell überwunden, so dass wir noch am gleichen Tag Henry, unserem Organisator einen Besuch abstatten.

Letztes Jahr hatten wir nach Abschluss der dreijährigen Grundausbildung eine längere Pause eingelegt. Umso mehr freuen wir uns, die SchülerInnen wieder zu sehen. Das Gefühl ist auch bei den SchülerInnen gleichermaßen da, die Gruppe ist sehr zersplittert, freut sich aber sehr, dass wir gekommen sind.

Der erste Vormittag geht vorbei mit einer Begrüßungsrunde und wie es jedem so geht.

Dann wurde das Thema Ministerium, Asociación, und Behandlungserlaubnis besprochen. Es gibt noch keinen Fortschritt und wir haben einen Report über die Ausbildung mitgebracht, mit dem Alfredo, unser “Gesandter“ zum Ministerium gehen will. Das Problem ist, dass es in Bolivien kein Behandlungsverbot gibt. Dies kann sich allerdings schnell ändern, wenn die Regierung wechselt.

Unsere Erlaubnis von 2009 gilt heute nicht mehr.

Wir wollen bei diesem Aufenthalt vor allem die Fälle unserer Schüler supervidieren und dabei Repertorisation und Folgeverschreibungen üben und Arzneimittel differenzieren. Diese praktische Arbeit ist sehr effektiv, denn wir nutzen die auftauchenden Fragen und Probleme, um immer wieder Theorie zu besprechen. Das wird zahlreich und mit Begeisterung aufgenommen. Die meisten Schüler sind sogar pünktlich und das heißt schon was in Bolivien.

Wir repertorisieren auf spanisch mit unserem Netbook und werfen das Bild mit einem Beamer an die Wand, so dass alle das Gleiche sehen und als Gruppe zusammenarbeiten können. Wir erklären dabei des Öfteren, dass sie keinen Computer für ihre Arbeit brauchen, sondern dass wir das nur so machen wegen der Zusammenarbeit. Wir achten darauf, dass wir kleine Rubriken und nicht mehr als 4 – 6 Symptome aussuchen, damit die Arbeit mit Hand überschaubar bleibt. Außerdem ist das Aussuchen der Symptome und Rubriken das Wichtigste, denn wenn man vorher nicht überlegt, was man in den Computer eingibt, dann kommt hinterher nichts Sinnvolles heraus.

Zwei unserer Schüler leisten auch einen Beitrag für die Gruppe.

Alfredo, unser Schamane hält einen Vortrag über die Einführung in die Heilweise der Aymara, was sehr interessant ist. Er stellt dabei auch eine Verknüpfung zur Homöopathie her.

Yvonne, unsere Ärztin in der Gruppe hält einen Vortrag über „Klinische Anamnese“, ein sehr schöner Vortrag, der nochmals alle wichtigen Punkte zusammenfasst.

Modesto lädt uns ein, nächstes Jahr bei ihm Yoga und Meditation mitzumachen.

Als besonderes „Schmankerl“ hat Birgit wieder einen Film ausgesucht, in dem die Hauptdarsteller homöopathisch und /oder miasmatisch analysiert werden sollen. Diesmal ist es „Ein seltsames Paar“ mit Walter Matthau und Jack Lemmon.

Die Zeit ist schnell vergangen und schon sind wir bei der letzten Runde angekommen. Was hat euch gefallen, was nicht so und was wünscht ihr euch für das nächste Mal?

Allgemein kann man zusammenfasen, dass sie viel gelernt haben durch das „Auseinandernehmen“ der Fälle und sie haben eingesehen, wie wichtig es ist, in Arbeitsgruppen zusammen zu kommen. Sie sind froh, dass ein Teil der Gruppe wieder zusammengefunden hat.

Für uns ist nach den drei Wochen klar geworden, dass es ganz wichtig ist, dieser Gruppe noch ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Die SchülerInnen arbeiten zwar homöopathisch, sind aber noch unsicher und müssen erst Erfahrung sammeln wie wir alle in unseren Anfängen. Die Supervision haben sie mit Begeisterung angenommen und wir glauben, es hat sie in ihrer Arbeit bestärkt. Wir sind sehr beeindruckt von ihrer homöopathischen Arbeit, sowohl von der Anzahl der vorgestellten Fälle als auch von der Patientenführung und dem Fallverlauf.

 

Edeltraud Snajdr und Birgit Delleske

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