Eine „Denkfabrik“ für das Flüchtlingsprojekt

Wohlüberlegt in die Zukunft: Eine „Denkfabrik“ für das Flüchtlingsprojekt

Am 20./21. Mai 2016 trafen sich Mitglieder des alten und neuen HOG-Vorstandes mit dem Projektteam „Homöopathie für Flüchtlinge in Deutschland“ zu einer Klausurtagung in Kassel. Auch wenn es in den Medien mittlerweile etwas ruhiger um das Flüchtlingsthema geworden ist, bedeutet dies durchaus nicht, dass sich im gleichen Zuge die erforderlichen Tätigkeiten im Flüchtlingsprojekt vermindern. Ganz im Gegenteil: Der Grundstein für ein effektives Arbeiten der beteiligten KollegInnen wurde im Laufe des vergangenen Jahres gelegt – allen stehen mittlerweile unterschiedlichste Arbeitshilfen und erste wertvolle Erfahrungen lokaler Projektgruppen zur Verfügung. Zudem bilden auch die erfolgreich durchgeführten Traumaseminare eine solide Basis, um geflüchtete Menschen kompetent homöopathisch zu behandeln. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Flüchtlinge verstärkt auf die bundesweiten Kommunen verteilt werden: Hiermit ergibt sich für alle KollegInnen in der Projektarbeit eine gute Möglichkeit, die geflüchteten Menschen nun auch längerfristig zu begleiten. Und sicherlich können insbesondere Projektmitglieder in ländlicheren Gebieten, in denen es bisher eher weniger Behandlungsbedarf gab, demnächst vermehrt therapeutisch aktiv werden.

Es liegt also auf der Hand, dass nach der ersten großen Woge des Flüchtlingsstromes und dem Blitzstart unseres Projektes auf dem für HOG völlig neuen innerdeutschen Terrain momentan genau der rechte Zeitpunkt ist, um in der Projektarbeit Vergangenes zu bewerten, Aktuelles zu erfassen und den Weg für die Zukunft zu bereiten. „Denkfabrik“ lautete somit der passende Arbeitstitel der Klausurtagung, zu der Christine Lauterbach und Ursel Lessmann vom HOG-Vorstand, Elisabeth von Wedel als langjährige ehemalige 1. Vorsitzende beratend sowie Rosemarie Kaiser, Christa Ehrlich, Sonja Langen vom Projektteam und Regina Mössner in ihrer Doppelrolle als Projektteam-Mitglied und HiA-Vorsitzende zusammenkamen.

Dank der kompetenten und sensiblen Moderation von Fritz Heinecke aus Zürich (www.heinecke-moderation.com) sowie eines sehr wertschätzenden und konstruktiven Miteinanders der Teilnehmerinnen taten sich für das Projekt trotz der Kürze des Arbeitstreffens viele zukunftsträchtige Ergebnisse auf. Einiges gilt es in der nächsten Zeit noch weiterzuentwickeln, zu diskutieren und beschließen, in anderes möchten wir bereits an dieser Stelle einen Einblick geben:

 

Beispielsweise lautete die Ergebnissammlung auf die Frage „Was ist/sind die Besonderheiten, was macht das Projekt im Vergleich zu den bisherigen Auslandsprojekten aus?“ wie folgt:

 

  • Wir geben mit diesem Projekt etwas in unsere Gesellschaft zurück.
  • Es bedeutet für alle Beteiligten eine kontinuierliche Arbeit (auf der Behandlungs- und auf der Organisationsebene).
  • Es bedarf anderer Grundlagen als bei den Auslandsprojekten (z.B. rechtlicher Rahmen, Service gegenüber den BehandlerInnen).
  • Es wurde viel Fachkompetenz für die Umsetzung des Projektes entwickelt (in der Arbeit mit Flüchtlingen).
  • Das Projekt entwickelt sich in den Regionen und Bundesländern mit einer großen Vielfältigkeit. Unterschiedliche Stadien an verschiedenen Orten sind zu begleiten und Entwicklungen zu unterstützen.
  • Es handelt sich um eine deutschlandweite Organisation und Koordination für über 200 Beteiligte/Engagierte. Dies beinhaltet einer Kontinuität an Arbeit, es handelt sich um ein Dauerprojekt auf verschiedenen Ebenen.
  • Überall müssen KompetenzpartnerInnen gefunden werden.
  • Wir stehen unter besonderer Beobachtung und müssen sorgfältig sowie juristisch abgesichert arbeiten.

 

Auf die Frage „Wo sollen/wollen wir mit dem Projekt hin?“ trugen wir diese Antworten zusammen:

 

  • Die Welt kommt zu uns.
  • Völkerverständigung
  • Homöopathie als Verbindung schaffendes Element ist Friedensarbeit.
  • Beitrag der Homöopathie zur Gesundheit unserer Gesellschaft
  • Mit dem Projekt können wichtige Ziele der Satzung erreicht werden.
  • Das Projekt macht HOG/HiA in der Öffentlichkeit bekannter und führt zu mehr Anerkennung in der Gesellschaft.
  • Es gibt einen eher langfristigen Arbeitsschwerpunkt. Die avisierte Projektdauer beträgt ca. 5 Jahre.
  • Die Nachhaltigkeit des Projektes drückt sich für uns in den vielfältigen und  anhaltenden Wirkungen aus und ist schwer messbar.

 

Selbstverständlich wurde ebenfalls Organisatorisches, Strukturelles sowie Strategisches diskutiert und entwickelt. Es wurden konkrete „To-do-Listen“ erstellt und Arbeitsgrundlagen geschaffen, die noch ausführlicher und an verschiedener Stelle innerhalb der Vereine zu erörtern sein werden. Als wesentliches Ergebnis dieser „Denkfabrik“ waren sich alle Beteiligten einig: Das Projekt „Homöopathie für Flüchtlinge in Deutschland“ ist eine ganz besondere Chance, für die geflüchteten Menschen, für HOG und HiA, alle Projekt-Beteiligten, die Gesellschaft und nicht zuletzt auch für die Homöopathie. Diese einmalige Möglichkeit möchten wir nutzen, weiterentwickeln und in die Zukunft führen. So lassen wir der „Denkfabrik“ auch künftig wieder Taten folgen: Es gibt weiterhin viel zu tun und wir freuen uns an all dem Engagement, welches dieses Projekt trägt.

 

Sonja Langen

 

 

 

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