Einblicke „Homöopathie für Flüchtlinge in Deutschland“ / Januar 2016

Region Ost, Mitte, West und Nord: „Was hat mich 2015 beim Flüchtlingsprojekt besonders bewegt?“

Unser Flüchtlingsprojekt ist 2015 bundesweit angelaufen. In vielen Regionen stecken wir noch im Projekt- und Kontaktaufbau, in anderen läuft es vielversprechend an. In einigen Städten funktioniert die Arbeit bereits so, wie wir uns das wünschen. Zum Jahresabschluss haben wir die derzeit 160 angemeldete Projektmitglieder nach ihren Erfahrungen befragt. Ausgewählte Antworten auf die Frage „Was hat mich 2015 beim Flüchtlingsprojekt besonders bewegt?“ haben wir in diesem Einblick zusammengestellt.

„Es ist die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt, welches gut für die Allgemeinheit, die Gesundheit, das Miteinander, das große Ganze ist. Es macht Freude, schafft Freunde, motiviert, gibt Selbstbestätigung für die eigene Arbeit, die ja oft alleine im Verborgenen stattfindet und oft nicht gewürdigt wird. Ich freue mich auf meine neu kennengelernten Kolleginnen, auf eine Zusammenarbeit mit ihnen, mit den fremden Kulturen, dass Deutschland ein neues Bild bekommt. Diese Flüchtlinge helfen auch uns (damit meine ich Deutschland, oder besonders den Frankfurter Raum mit seinen Banken und seiner Geldwirtschaft), dass wir, die wir oft nur noch im rationalen Denken sind (oft genug kurz vorm Burnout), wieder ins Fühlen kommen, und sie uns zeigen, dass es dafür nur sehr wenig braucht. Kleine homöopathische Dosen! Jeder braucht nur seine Talente sehen, diese nutzen, und sehen, was er hat, und dafür dankbar sein.“ Sabine Schönfelder, Bruchköbel

„Es ist wichtig, dass Homöopathie Teil der Flüchtlingshilfe ist. Homöopathie kann sich beweisen, dass sie ganzheitlich wirkt. Es ist für die homöopathische Gemeinschaft insgesamt eine neue Chance Vorurteile untereinander abzubauen mit dem Ziel, Menschen zu helfen.“ Malea Birke, Berlin

„Ich habe eine Frau aus Albanien behandelt, die mit psychischen Problemen einreiste, die sie weiterhin sehr belasteten. Ihr Familienleben litt darunter, auch Nachbarn in der Flüchtlingseinrichtung zeigten sich betroffen. Zwei Wochen vor unserem Erstkontakt war sie aufgrund eines Suizidversuchs drei Tage in einer Klinik. Sie zeigte sich in der Anamnese erst etwas vorsichtig, wurde dann zunehmend offener und schien regelrecht erleichtert zu sein, als wir gemeinsam die mögliche Ursache für ihre Probleme aufspürten und sie sich verstanden fühlte. Nach der zweiten Konsultation ging es ihr viel besser, sie fühlte sich ruhiger, ausgeglichener, konnte besser schlafen. Das verabreichte homöopathische Mittel lief gut. Zwei Tage vor dem nächsten Folgetermin wurde die gesamte Familie abgeschoben. Das bewegte mich sehr, zumal sie mir geschildert hatte, wie ihre Lebenssituation als psychisch auffällige Frau in Albanien war. Ich hoffe, dass sie noch von der homöopathischen Behandlung profitieren kann und ihre Selbstheilungskräfte genügend Anstoß bekamen.“ Monika Jungbauer, Oberhausen

„Bewegt haben mich die enorme Solidarität und der Wille, etwas umsetzen zu wollen, um andere Menschen zu unterstützen. Die Umsetzung ist dann nicht immer so leicht – und leicht führt es hier zu Frust und Entmutigung. Hier wünsche ich mir Durchhaltevermögen, Freude an der Sache und manches Mal etwas mehr Humor.“ Anja Helmbrecht, Hessen

„Besonders freut mich, immer wieder zu merken, wie viel man – bei allem Altruismus – selbst davon hat! Teamarbeit mit erfahrenen Kollegen, dazu hat man als Homöopathin ja selten Gelegenheit. Und es ist eine völlig andere Arbeit: Wenn noch zehn Leute warten und man vor der Aufgabe steht, in 20 Minuten den Kern eines Falls herauszufiltern. Bewegt hat mich sehr die Zusammenarbeit mit den ganzen anderen Freiwilligen. Wie jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten sich einbringt, viele davon Menschen, mit denen man sonst vermutlich nie Kontakt gehabt hätte.“ Miriam Vogels, Hamburg

„Es ist ein guter Weg, Geflüchteten helfen zu können. Dies war mir ein Anliegen und ich bin froh, dass ich es in meinem Beruf machen kann. Dabei sind mir viele Menschen begegnet, die sehr freundlich und wohlwollend unsere Idee aufgenommen haben und überlegt haben, wie sie uns einbinden können. Besonders bewegt hat mich, dass sich die Geflüchteten vertrauensvoll an uns wenden, ohne zu hinterfragen, ob denn unsere Globuli was bringen können.“ Gabriele Strelau, Düsseldorf

„Die Offenheit des Patienten mir gegenüber, einer Frau und Nichtmuslimin. Homöopathie ist in Somalia scheinbar unbekannt. Ich konnte erfreulicherweise mit dem ersten Mittel gut helfen. Es kommt sehr viel Dankbarkeit zurück.“ Monika Liegl, Eppertshausen

„Die schnelle Professionalisierung mit den vielen guten Infos und zahlreichen Übersetzungen des Infoblatts – bei unverändert herzlichem Ton im Umgang miteinander.“ Katharina Wißkirchen, Berlin

Ansprechpartnerinnen

Dr. Maria Möller
Regina Mössner

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