Konzept Homöopathie für Flüchtlinge in Deutschland – ein Projekt von HOG in Zusammenarbeit mit HiA

Als erstes nationales humanitäres Projekt erfordert Homöopathie für Flüchtlinge in Deutschland
im Vergleich zu den bisherigen HOG-Auslandsprojekten eine völlig neue Projektstruktur und Konzeption.
HOG und HiA haben in einer Vereinbarung über die Zusammenarbeit die Form der Kooperation
festgelegt: Die gemeinsame Organisation und Durchführung des Projektes bei gleichzeitiger Bewahrung
der Eigenständigkeit beider Organisationen.

Projektziel

Homöopathisch arbeitende HeilpraktikerInnen und ÄrztInnen schließen sich bundesweit zusammen,
um an möglichst vielen Orten geflüchteten Menschen eine kostenfreie homöopathische Behandlung
anbieten zu können.
Das Motto des Projektes ist: Helfen vor der eigenen Haustür

Unser Weg zu den Geflüchteten:

Entgegen dem bisherigen Grundsatz von HOG, im Ausland nur auf Anfrage zu arbeiten, gehen wir
im Inlandsprojekt aktiv auf diejenigen zu, die mit der Betreuung und Versorgung der geflüchteten
Menschen betraut sind. Geflüchtete erfahren über den Kontakt zu MitarbeiterInnen und BetreuerInnen
in den Flüchtlingseinrichtungen von unserem Angebot und können dieses wahrnehmen.
Wir informieren darüber hinaus in Fachzeitschriften, bei Fachtagungen und Veranstaltungen über
das Angebot von Homöopathie für Flüchtlinge.

Organisationsstruktur

Die Organisation des Projektes ist einfach, überschaubar und schlank.
Im Mittelpunkt steht die Arbeit vor Ort, durchgeführt von den zahlreichen Projektmitgliedern.
Die Behandlungen im Rahmen von Homöopathie für Flüchtlinge in Deutschland werden von
qualifizierten und registrierten HomöopathInnen durchgeführt. Mit ihrer Anmeldung für das Projekt
und die Erklärung zur Mitarbeit sind sie Projektmitglieder. (siehe unten: Anmeldung für das Projekt)

Lokale Projektgruppe

Projektmitglieder einer Stadt (und deren Umland) schließen sich nach Möglichkeit zu einer Projektgruppe
zusammen. Eine Person übernimmt als Lokale Ansprechperson die Organisation und
Koordination der Gruppe.
Innerhalb der Projektgruppe erfolgt ein Austausch über die Vorgehensweise vor Ort sowie über
Kontakte mit den Flüchtlingsorganisationen. Reflexion und Intervision der Behandlungen kann erfolgen,
auftauchende Fragen und Herausforderungen können gemeinsam gelöst werden.
Die Anbindung an eine Projektgruppe wird empfohlen - die Behandlung Geflüchteter im Rahmen
des Projektes kann jedoch je nach örtlichen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben auch alleine
erfolgen.

Projekt-Koordination

Für die Projektmitglieder und Projektgruppen stehen LänderkoordinatorInnen zur Verfügung.

  • An sie können sich Interessierte mit Fragen zum Projekt wenden.
  • Sie unterstützen den Aufbau Lokaler Projektgruppen.
  • Sie klären inhaltliche oder organisatorische Fragen.

Projekt-KoordinatorInnen für die jeweiligen Bundesländer - finden Sie unter Kontakt

Projekt-Organisations-Team

Es übernimmt die Aufgabe der Koordination, Vernetzung und Information.

  • Das Projektteam, bestehend aus projekterfahrenen HOG-und HiA-Mitarbeiterinnen erarbeitet
  • den konzeptionellen und organisatorischen Rahmen des Projektes.
  • Klärt die vereinsrechtlichen und standesrechtlichen Fragen - in Zusammenarbeit mit den jeweiligen
  • Vereinsvorständen und ggf. mit fachanwaltlicher Beratung.
  • Erstellt den Finanzplan und überwacht die Ausgaben.
  • Ist für die Projekt-Kommunikation zuständig: über regelmäßige Rundbriefe werden die Projektmitglieder über die Projektbelange informiert und bekommen wissenswerte Informationen.
  • Projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit.

 

 

Arbeitsbereiche innerhalb des Projekt-Organisations-Teams

(Kontaktdaten siehe oben, Tabelle „LänderkoordinatorInnen)

Dr. Maria MöllerHOGProjektleitung Flüchtlingsprojekt
Regina MössnerHiAGründerin und Leiterin Homöopathie in Aktion Schnittstelle zu HiA
Christa EhrlichHOGFachliche Beratung, DropBox, Seminarplanung
Sonja LangenHOGÖffentlichkeitsarbeit

 

Die HOG-Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle von HOG in Hamburg steht dem gemeinsamen Projekt zur Verfügung.
Die dortigen MitarbeiterInnen

  • nehmen allgemeine Anfragen und Anmeldungen für das Projekt entgegen.
  • erstellen und aktualisieren die Liste der Projekt-Mitglieder und -Interessierten.
  • sind ansprechbar für alle organisatorischen Fragen des Projektes und leiten sie ggf. weiter.
  • sind zuständig für Seminar-Organisation und Anmeldungen für Seminare.


Tel: 040 - 43 27 47 02
info@homoeopathenohnegrenzen.de

Mitarbeit im Projekt

Eine Mitarbeit im Projekt kann als BehandlerIn erfolgen oder - bei Berufsanfängern - im Rahmen
von Hospitationen. Projektmitglieder mit anderem beruflichen Hintergrund können als UnterstützerIn
organisatorische Aufgaben sowie regionale Öffentlichkeitsarbeit übernehmen.

An der Projektarbeit interessierte HomöopathInnen (oder Menschen anderer Berufsgruppen)
erhalten bei der Geschäftsstelle oder bei der jeweiligen Länderkoordinatorin Informationen zum
Projekt. Sobald sie eine Datenfreigabe erteilt haben, werden sie in die Projekt-Adress-Liste als
Projekt-Interessierte aufgenommen. Sie erhalten dann

  • regelmäßige Information zum Projekt über Rundbriefe.
  • die Projekt-Adress-Liste und können daraus ersehen, welche KollegInnen in Ihrer Umgebung

bereits als ProjektInteressierte oder Projektmitglied aufgeführt sind. So kann eine Kontaktaufnahme
zur lokalen Projektgruppe erfolgen.

Anmeldung für die Projektmitarbeit

KollegInnen, die sich für eine Mitarbeit im Projekt entschließen, füllen einen Anmeldebogen aus
und bestätigen in einer Erklärung, dass sie die folgenden Voraussetzungen für die Mitarbeit erfüllen:

  • Fundierte Homöopathie-Ausbildung und 3-5-jährige Berufserfahrung als Arzt/Ärztin oder HeilpraktikerIn.
  • Arbeiten nach den Regeln der Klassischen Homöopathie.
  • Anerkennung der Ethikrichtlinien von HOG, soweit diese die Projektarbeit im Inlandsprojekt betreffen.

Sobald die Anmeldeunterlagen in der HOG-Geschäftsstelle eingegangen sind, wird die Anmeldung
durch die zuständige LänderkoordinatorIn bestätigt und die Behandlungsarbeit im Rahmen des
Projektes kann aufgenommen werden.

Projektmitglieder

  • Bekommen regelmäßig die Rundbriefe und die Projekt-Adress-Liste (s.o.).
  • Erhalten eine Ermäßigung auf Seminare, die von HiA oder HOG zu projektrelevanten Themen angeboten werden.
  • Bekommen Zugang zur DropBox, dem Informationspool des Projektes.

Eine Mitgliedschaft bei HOG oder HiA ist keine Voraussetzung für die Projektmitarbeit, aber
eine sinnvolle Möglichkeit die Vereinsarbeit zu unterstützen.
Auch (langjährige) HOG-Mitglieder und HiA-TherapeutInnen bitten wir um die o.g. projektbezogene
Anmeldung und Erklärung.

Wertvolle Qualifikationen
Die im Anmeldebogen erhobenen zusätzlichen Angaben wie Sprachkenntnisse, Erfahrung als DozentIn
/ SupervisorIn oder in Projektarbeit; Kenntnisse in der Arbeit mit traumatisierten Menschen
oder sonstige berufliche Qualifikationen geben dem Projektteam Einblick in die Ressourcenvielfalt
der Projektmitglieder und dienen der Vernetzung. Sie sind keineswegs Voraussetzungen für die
Mitarbeit im Projekt.
Manche Projekt-KollegInnen haben Zusatzqualifikationen, z.B. psychotherapeutische und traumatherapeutische
Weiterbildungen. Diese sind für die Projektarbeit sehr hilfreich, aber keinesfalls Bedingung.

Weiterbildungsangebote

HOG und HiA bieten Fortbildungen zu projektrelevanten Themen an, um neue Kenntnisse zu erwerben
und bereits vorhandenes Wissen aufzufrischen und zu vertiefen, wie beispielsweise

  • Grundkenntnisse der Psychotraumatologie für eine traumasensible Beratung und Begleitung im Rahmen der Homöopathischen Behandlung
  • Transkulturelle Kompetenz und -Kommunikation etc.

Angemeldete Projektmitglieder erhalten eine deutliche Ermäßigung auf den Teilnahmepreis.

 

Die Behandlung der Ratsuchenden

Kostenfreie Behandlung

Wir sehen die Behandlung der geflüchteten Menschen als unseren wertvollen und wirksamen gesellschaftlichen
Beitrag für die Gesundheit und Integration der Menschen an, die als Flüchtlinge in
unser Land kommen.

Die Mitarbeiterinnen des Projektes bieten die Behandlungen für die Flüchtlinge kostenfrei an.
Dies ist ÄrztInnen und HeilpraktikerInnen aufgrund ihrer Berufsordnungen gestattet, wenn die PatientInnen in einer finanziellen Notlage sind. Dies kann bei Flüchtlingen i.d.Regel angenommen
werden (siehe auch Handreichung „Rechtliche Hinweise für die Behandlung im Rahmen des Projektes“)
Sollten die PatientInnen eine kleinen Beitrag spenden wollen und können, so ist dies willkommen.

Den Umfang der Projektarbeit legen die Projektmitglieder selbst fest. Dieser richtet sich nach den
individuellen Zeit- und Kraftressourcen. Ziel ist, die Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen,
um eine Überlastung der Einzelnen zu vermeiden.

Bezuschussung der Behandlungen

HomöopathInnen, deren Einsatz im Rahmen des Projektes über das Maß von ehrenamtlich zu
Leistendem hinaus geht, können einen Zuschuss für die Behandlungen beantragen, der je nach
Vereinsstatuten und finanziellen Möglichkeiten gewährt wird (z.Zt. ist ein anteiliger Zuschuss zur
Behandlung durch HiA möglich).

Behandlungsort

Als Behandlungsort kann die eigene Praxis der Projektmitglieder dienen oder ein Raum in einer
Flüchtlingseinrichtungen, Beratungsstelle, Treffpunkte oder einem Ortsteilzentrum.

Terminabsprachen

erfolgen individuell über die Geflüchteten selbst oder deren BetreuerInnen bzw. Sprachmittler für
Termine in der Praxis oder für regelmäßig stattfindende Sprechstunden in o.g. Einrichtungen. Auch
eine offene Sprechstunde mit rotierenden BehandlerInnen ist in großen Orten möglich.
Dazu braucht es selbstverständlich die Absprache mit den Trägern der Einrichtungen.

Übersetzung

Viele der Behandlungsgespräche können auf deutsch, englisch oder französisch durchgeführt
werden. Manche der Projektmitglieder sprechen selbst eine Sprache aus dem Sprachraum der
Geflüchteten, z.B. kroatisch, türkisch etc.
Wo nötig, werden Sprachmittler in die Behandlung einbezogen. In vielen Fällen können über die
Einrichtungen ein Übersetzer vermittelt und bezahlt werden. Wenn eine anderweitige Finanzierung
nicht möglich ist, kann sie über das Spendenkonto des Projektes erfolgen.

Informationspool

Projektmitglieder erhalten die Zugangsdaten zu einer umfangreichen Datensammlung des Projektes,
in die wir grundlegende Texte, Fachartikel, Rundbriefe, Formulare und Informationsmaterial
hinterlegen, z.B. Info-Blätter für Flüchtlinge in verschiedenen Sprachen oder Handreichungen zu
rechtlichen Fragen, die sich im Rahmen der Projektarbeit ergeben.

Ansprechpartnerinnen

Dr. Maria Möller
Regina Mössner

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