Ecuador November 2017

Einblick Ecuador November 2017

Homöopathie im Regenwald Ecuadors: Husten, Bronchitis und Fieber

Wir setzen unseren themenbezogenen Unterricht in Puyo in der Region Pastaza am Rande des Regenwaldes fort. Dieses Mal soll es um Husten, Bronchitis und Fieber im Regenwald gehen. Unser Unterrichtsort in „Los Yapas“, ca. 15 Busminuten von Puyo entfernt, ist ein kleines Paradies. Nach etlichen Jahren der Wiederaufforstung grünt und blüht es um uns herum. Wir unterrichten in einem nach außen offenen, durch ein Wellblechdach gegen Regen geschützten Raum, in dem uns neben Bänken und Tischen auch ein Fernsehgerät und ein Whiteboard zur Verfügung stehen.

Der Unterrichtsort ist auch für die von weiter her anreisenden TeilnehmerInnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.? Es ist immer wieder spannend, wer von unseren SchülerInnen schließlich wirklich dabei ist. Denn mit Terminfestlegungen und Voranmeldungen sind die Menschen hier nicht vertraut. Aber es klappt – zwar mit etwas Zeitverzögerung, aber es klappt!

Es sind schließlich 11 TeilnehmerInnen. Die meisten von ihnen haben bereits mehrere unserer Talleres (Workshops) besucht und setzen auch die bereits unterrichteten Mittel mit erstaunlichem Erfolg in ihren Gemeinden ein, sind wissbegierig und konzentriert bei der Arbeit.? Da wir selbst keine Erfahrungen haben, welche Krankheiten im Regenwald die meisten Probleme machen, wie sie sich zeigen, welche Zugänge zum staatlichen Gesundheitswesen bestehen und welche traditionellen Behandlungsmöglichkeiten zum Einsatz kommen, ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit, uns Erfahrungen von unseren SchülerInnen berichten zu lassen. Wir unterrichten dann Mittel, die uns am besten auf die geschilderten Situationen zu passen scheinen.

Mit dieser Art zu arbeiten, haben wir vor einem Jahr begonnen und sehen bereits jetzt, dass wir über diesen Weg weiterkommen.? Über verschiedene didaktische Mittel wie Theaterspiele, Tischspiele und Filme gelingt ein vertiefendes Studium der unterrichteten homöopathischen Mittel.

Wir verbringen wunderbare, immer wieder lustige Tage zusammen mit unseren SchülerInnen und haben zunehmend den Eindruck, dass die Homöopathie im ecuadorianischen Regenwald eine gute komplementäre Möglichkeit für die Menschen darstellt – ganz im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Für uns ist diese Arbeit ein spannender Austausch, ein „intercambio“ auf Augenhöhe, und so anstrengend sie vor Ort sein kann, eine erfüllende Erfahrung, ein Lernen auch für uns.

Wir sind angekommen und können nach vorne schauen. Es gibt neue Türen, die sich hier wie von alleine öffnen. Der Einsatz macht Sinn hier im Land und zuhause für uns – für jede Einzelne.

Britta Ganzmann, Michaela Fieger Hördegen und Dr. Christa Lehr
 

Ecuador November 2017

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