Einblicke Ecuador Oktober 2016

Momentaufnahme

Das Team Ecuador war im November vor Ort in Puyo. Der neue Unterrichtsraum auf einer Finca im tropischen Regenwald bietet ein faszinierendes Ambiente für den Kurs über homöopathische Erste Hilfe bei der Geburt. 15 TeilnehmerInnen aus verschiedenen indigenen Nacionalidades sind gekommen, um sich über ihre Traditionen und Heilpflanzen rund um die Geburt auszutauschen und die sichere Anwendung von sieben homöopathischen Mitteln als zusätzliche Hilfestellung bei Problemen oder Blutungen während Schwangerschaft oder Geburt zu erlernen und zu üben.

Geburten im Wald finden nur mit Hilfe einer “partera”, einer geburtserfahrenen Mutter oder Tante statt. Während der Wehen setzt sich die werdende Mutter nicht hin, sondern läuft herum oder arbeitet, damit das Kind sich senkt. Am Seil hockend wird das Kind innerhalb von 1 bis 2 Stunden geboren. Die “partera” weiß, welche Pflanzen weiterhelfen. Die ganze Zeit herrscht eine sehr ruhige, geborgene Stimmung. Im Gegensatz zu dieser friedlichen und sicheren Umgebung empfinden die Indigenen eine Entbindung im Krankenhaus als sehr traumatisch und als Verletzung ihrer Intimsphäre.

Wir sind dankbar für diesen vertrauensvollen Austausch und hoffen, dass unsere Mittel in kritischen Situationen helfen können, bis medizinische Hilfe erreicht werden kann. Im weiteren Verlauf der Reise besuchten wir eine Teilnehmerin in einer Shiwiar-Gemeinde mitten im Regenwald. Dort gaben wir eine Einführung in die Homöopathie und vermittelten die sichere Anwendung von vier Mitteln.

Nicola Lehmkühler

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