Das Land Ecuador

Das kleine im Nordwesten von Südamerika zwischen Peru und Kolumbien gelegene Äquatorland kann in vier geographische Hauptregionen eingeteilt werden: Küste (Costa), Andenhochland (Sierra), Amazonastiefland (Oriente) und die Galapagosinseln etwa 1000 km vom Festland entfernt im Pazifik. Ecuador ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Von den über 25.000 Pflanzenarten sind ca. 20% endemisch. Mit über 1600 Vogelarten lebt in Ecuador ein Fünftel aller weltweit vorkommenden Arten, ca. 4000 Schmetterlingsarten; 384 Säugetierarten, davon 30 endemisch… Ein Naturparadies!

Die Geschichte des Landes ist geprägt durch die präkolumbianische Zeit bis ins 15. Jahrhunderts, eine kurze Inkazeit und insbesondere die Kolonialzeit bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Heute wird die Republik vom „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ geprägt, der Präsident Rafael Correa sichert jedem Bürger ein „buen vivir“ zu, ein erfülltes Leben. Erdölverkäufe ermöglichen milliardenschwere Subventionen und Investitionen in Sozialwesen und Infrastruktur. Allerdings ist die Hälfte des noch zu fördernden Erdöls bereits an die Chinesen verkauft und diese Milliarden sind bereits ausgegeben…

Viele Dörfer – auch im Regenwald – verfügen inzwischen über ein „Subcentro“, eine kleine Krankenstation, die eine medizinische Basisversorgung anbietet. Für weitergehende Untersuchungen oder Behandlungen müssen die Patienten in die größeren Städte gebracht werden. Die Auswirkungen der Erdölförderung im Regenwald vermindern die Lebensbedingungen und verschlechtern den allgemeinen Gesundheitszustand in den Dörfern.

Die Anfrage für unser Projekt kam ursprünglich aus einem Dorf im Regenwald. Da es sehr schwierig geworden wäre, Teilnehmer aus anderen Stämmen dort teilnehmen zu lassen, haben wir das Projekt nach Puyo verlegt, eine lebendige Stadt am Rande des Regenwaldes, die ein Schmelztiegel aller Stämme und für alle Teilnehmer erreichbar ist. Hier können die Gesundheitsbeauftragten aus fünf indigenen Stämmen homöopathische Erste Hilfe erlernen und im Intercambio ihre traditionellen Heilweisen untereinander austauschen. Auf diese Weise werden die eigentlichen Schützer des durch Erdölförderung stark gefährdeten Regenwaldes gestärkt ihren Lebensraum zu bewahren.

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