Projektbericht 2002

Liebe Mitglieder,

folgende Ziele standen im letzten Jahr auf dem Programm:

  • Fortsetzung des Unterrichts bis November 2002
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Unterricht durch Teilnehmer der Fortbildung in Honduras
  • Beginn einer neuen Ausbildungsgruppe
  • Kontenausgleich


Fortsetzung des Unterrichts:

Durch die Ereignisse am 11. September fand der nächste Besuch in Honduras erst im März 2002 statt. Schwerpunkt des Unterrichts lag auf der praktischen Arbeit, Anamnesetraining, Gruppenanalysen und praktischen Verordnungsfragen, Supervisionen bei eigenen Patienten und Herstellung eines Arzneimittels. Im Juni fand ein Nosodentraining per Video statt. In diesem Jahr kamen keine Teilnehmer aus Guatemala und Salvador, die beiden Pharmazeuten aus Guatemala sind nach Spanien zurückgekehrt und in Salvador wünscht man eine Betreuung vor Ort. Es befinden sich zur Zeit noch Teilnehmer aus 3 Projekten in Fortbildung: NPH, Nuevo amanecer und Arca de esperanzas.

Hilfe zur Selbsthilfe

Während des Blockunterrichts im März begannen die Teilnehmer selber zu unterrichten. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit sollten sie sowohl Arzneimittelbilder als auch theoretische Themen dozieren. Das Ergebnis war gut. Mittlerweile werden Mitarbeiter des roten Kreuzes Honduras von 2 Teilnehmerinnen fortgebildet.

Beginn einer neuen Ausbildungsgruppe

Bei der letzten Mitgliederversammlung im September 2001 war der Beschluß gefasst worden, das Hondurasprojekt zu beenden, falls es nicht zu einer Kontodeckung bis März 2002 gekommen wäre. Das bedeutete gleichzeitig, dass trotz heftiger Nachfrage eine weitere Ausbildung in unendliche Ferne rückte. Um die Honduraner nicht länger hinzuhalten, erteilte ich ihnen eine Absage auf ihre Anfrage hin. Diese Absage führte zu heftigem Widerstand. Die Honduraner beschlossen, die Gesellschaft für klassische Homöopathie Honduras zu gründen. Bei meinem Besuch im März begann ich diese Gruppe zu schulen. Es sind 35 Ärzte, Naturheiler und Krankenschwestern - die größte Gruppe stellen die Ärzte ( auch Kinderärzte und Kinderchrirurgen) dar. Für eine Mitarbeit konnte ich im Juni 2002 Dr. Karl Robinson aus Houston gewinnen. Er arbeitet bei HOG USA und unterrichtet auf Cuba. Er selber kennt NPH seit längerer Zeit und hat das Kinderdorf mehrmals besucht. Sein Unterricht in Honduras stieß auf sehr positive Resonanz. Die honduranische Gesellschaft wird in Zukunft selbstständig Dozenten einladen, nach wie vor ist die Arbeit vor Ort ehrenamtlich. Prof. Dr. Köster erklärte sich zu einer Mitarbeit bereit. Er wird ab 2004 einen Teil des Unterrichts übernehmen. Die Gruppe trifft sich alle 14 Tage in Arbeitsgruppen.

Die Bereitschaft ehrenamtlich in Kinderdörfern zu arbeiten ist enorm. Dr. Vasquez arbeitet einen ganzen Tag pro Woche in der internen Klinik im Kinderdorf homöopathisch. Frau Prof. Dr. Destre, Dozentin für Kinderheilkunde an der Universität in Teguscigalpa leitet die interne Klinik bei NPH Honduras und ist begeistere Anhängerin der Homöopathie geworden.

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(= spanisch für "Frei, souverän und unabhängig")