Interview mit Dr. Milena Ilievska-Arsova

Dr. Milena Ilievska-Arsova ist Vorsitzende von "Denica", der Homöopathischen Mazedonischen Gesellschaft. Clementina Rabufetti aus der Projektgruppe Mazedonien führte dieses Interview mit ihr im September 2008.

Wie war die Homöopathie-Ausbildung für Sie?
Ich war, wie die anderen auch, sehr zufrieden mit dem Unterricht und mit der Art und Weise wie der homöopathische Stoff strukturiert und unterrichtet wurde. Ich fand die Fälle besonders interessant, weil sie bestimmte Themen besser veranschaulichen. Jedes Mitglied der Gruppe ist HOG und den Dozenten des Mazedonien-Projekts sehr dankbar. Wir schätzen alle Anstrengungen, die Ihr für die Reisen unternommen habt, und die kostbare Zeit, die Ihr geopfert habt, um Eure Erfahrungen und Kenntnisse weiter zu geben.

Wie viel können Sie heute anwenden von dem, was Sie in der Ausbildung gelernt haben?
Der Homöopathie-Kurs in Mazedonien fing mit dem ABC an. Nur wenige Teilnehmerinnen hatten Vorkenntnisse. Daher war alles, was wir in diesen Jahren gelernt haben, sehr kostbar für uns. Wenn ich meine persönliche Erfahrung wiedergeben soll, muss ich sagen, dass ich die ganze Atmosphäre wieder erlebe und sogar die Stimme der Dozenten noch mal höre, wenn ich meine Aufzeichnungen lese.
Wenn man ein Gebäude baut, sind gute Fundamente wichtig, und ich denke, dass Eure Arbeit gute Fundamente gelegt hat. Nach der Ausbildung haben wir nicht aufgehört zu lernen: Jeder von uns ist dabei sich fort zu bilden, jeder in die Richtung, die für die eigenen Bedürfnisse geeignet ist.
Von unserer Seite organisieren wir Unterricht in Anatomie, Physiologie, klinische Medizin (Innere Medizin, Kinderheilkunde, Infektionskrankheiten), mit Erklärung der Zusammenhänge in Pathologie und Pathophysiologie für die Teilnehmer die keine medizinischen Kenntnisse haben.

Wie viele Homöopathen aus der Ausbildungsgruppe arbeiten heute in Mazedonien?
Aus der Gruppe, die die Prüfung bestanden hat, sind 15 Homöopathen am Werk. Nur eine Kollegin hat ihre Praxis registriert, sie macht Homöopathie und kann dadurch ihre Familie ernähren. Drei von uns, ich eingeschlossen, sind neulich in Rente gegangen und arbeiten homöopathisch 2-3 Tage pro Woche. Die anderen haben eine normale Arbeitstelle und teilen ihre Zeit so ein, dass sie auch Patienten behandeln.

Wie ist der Alltag eines Homöopathen?
Die Kollegen, die eine normale Arbeitstelle haben, machen Homöopathie nachmittags und abends, sie behandeln 1-2 Patienten pro Tag, meist aus dem Freundeskreis bzw. aus der Familie. Die anderen, mich eingeschlossen, sind „freie Künstler“, d.h. wir können Termine geben, wenn es uns besser passt. Das hängt von uns ab.
Mit einem Wort : wir ebnen den Weg der Homöopathie in Mazedonien.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Homöopathie in Ihrem Land in der Zukunft?
In der aktuellen Situation können wir nicht voraus sagen, wie die Homöopathie sich entwickelt. Aber jeder Patient, der zufrieden ist, wird helfen, die Zahl der „Homöopathie-Konsumenten“ zu erhöhen. Wir planen einen Informationskurs an einigen Wochenenden ab Januar 2009, offen für Ärzte, medizinisches Personal und interessierte Laien. Die Teilnehmer von diesem Kurs werden die Multiplikatoren sein, die neue Interessenten mit uns in Verbindung bringen. Nach 2-3 von diesen Kursen werden wir genug Leute haben, die ein richtiges Homöopathie-Studium anfangen wollen.

Unsere Ziele sind: Eines Tages werden wir ein echtes Homöopathie-Zentrum in Skopje haben (und vielleicht in Bitola auch), an einem festen Ort, mit einer homöopathischen Apotheke, mit Möglichkeiten für die Aus- und Fortbildung von Homöopathen. Wir möchten auch eine Web-Seite haben, um den Leuten neue Möglichkeiten zu bieten, die sich für die Homöopathie interessieren.

In einem Wort gesagt, um alles zu bewältigen, müssen wir unsere Homöopathie-Gesellschaft vergrößern…(Wenn Dr. Milena diese Worte sagt, strahlen ihre Augen und sie lächelt. Ich merke, wie die Vision in ihrem Herzen schon lebendig ist) und Ihr werdet staunen, was wir mit unserem Traum erreichen werden.

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