Momentaufnahme Sierra Leone November 2017

Wir sind seit dem 3. November wieder in Sierra Leone. Wie ist der erste Eindruck? Es ist laut und wuselig, es gibt viel mehr Kinder und junge Leute als bei uns. Das bunte Treiben ist sehr geschäftig, aber nicht hektisch. Nein, sogar eher langsam – und damit der Hitze angepasst. Natürlich erregen wir sofort Aufsehen, ganz egal, wo wir auch auftauchen. Ein Kind hat sogar bei Ellens Anblick geweint. „Ein weißes Gespenst!“ Es hatte wohl noch nie einen weißen Menschen gesehen.

In Rorinka unterrichten wir in den kommenden Wochen StreetworkerInnen: Heute morgen kamen gleich 15 SchülerInnen, das hat uns sehr gefreut. Sie haben von ihren homöopathischen Erfahrungen berichtet und sind sehr interessiert an unserem Unterricht. Überhaupt ist es eine sehr lebendige Gruppe: Heute morgen habe ich eine Patientin gespielt und die Schüler waren der Homöopath. So haben wir Anamnese geübt und Mittel wiederholt. Die SchülerInnen waren sehr engagiert und alle hatten ihren Spaß. Wir sitzen beim Unterricht in einem kleinen Raum und es wird ganz schön heiß. Türen und Fenster sind weit geöffnet – in Ermangelung eines Ventilators, denn es gibt keinen Strom. Alles ist improvisiert: So schreiben wir auf eine selbstgebastelte Tafel. Aber immerhin: Der Unterricht kann wie geplant stattfinden.

Die Klinik in Rorinka, die von unserem Kooperationspartner EAFA gebaut wurde, ist inzwischen wieder besser besetzt mit einem sehr sympathischen Arzt, der jeden zweiten Tag kommt, und zwei Krankenschwestern. Die Bedingungen, unter denen Ellen und ich vor Ort behandeln, sind nicht einfach: Wir treffen unsere PatientInnen unter Palmen – und sind froh, wenn es trocken bleibt. Denn jeden Abend gibt es Gewitter, Starkregen und Stromausfall.

Barbara Böttcher

Ansprechpartnerin

Barbara Boettcher
Elke Schulte Güstenberg

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