Es gibt Neuigkeiten in Rorinka!

Wieder zurück von einer abenteuerlichen Reise.

Die Jahreszeit ist günstig. Alles ist grün und üppig nach der Regenzeit und an den ersten Tagen gibt es anfangs noch abkühlende Gewitter. Ein afrikanisches Land mit besonders schweren Lebensbedingungen. Wir haben viele Menschen kennen gelernt, die für dieses im Grunde schöne, tropische Land etwas bewirken möchten. Es fehlt aber noch an so vielem. Die Straßen sind besonders in der Hauptstadt Freetown und in weiten ländlichen Gebieten in sehr marodem Zustand. Das macht eine weitere Entwicklung nicht einfacher. Die Stromversorgung in Freetown ist dauernd unterbrochen und die Preise für Lebensmittel sind so hoch wie bei uns.

Unsere eigentliche Arbeit ist in Makeni. Dort hat sich vieles verbessert, nahezu rund um die Uhr Strom, neue Straßen mit Bürgersteig und solarbetriebenen Straßenlaternen. 90 % der Afrikaner gehen sowieso zu Fuß, was ziemlich gefährlich ist, weil sie sich den Platz mit dem kriechenden Verkehr und den sich überall durchwindenden Motorrädern teilen müssen. Auf der Straße werden viele Waren in bunten Plastikschüsseln auf dem Kopf getragen und überall feilgeboten.

In Makeni freuen sich unsere Schüler nach der langen Zeit endlich wieder Homöopathie lernen zu können und sind eifrig dabei. Vormittags halten wir Unterricht und nachmittags fahren wir in die Lehrpraxis, in der von unserem Vertragspartner, der EAFA neu gebauten Gesundheitsstation in Rorinka, einem kleinen Dorf an der Straße nach Makeni. Um die Vielzahl der Patienten bewältigen zu können, gibt es für jedes Dorf einen eigenen Praxistag, an dem dann die Patienten in ihren besten Kleidern, mit wunderschönen Farben und Mustern, bei uns erscheinen. Unsere Sprechstundenhilfe, ein älterer Mann aus dem Dorf, der schreiben kann, sorgt für Gerechtigkeit im Wartezimmer. Leider muss er an manchen Tagen viele Patienten  wieder wegschicken, oder auf den nächsten Tag verweisen. Mit Hilfe unserer Studenten, die den einheimischen Dialekt für uns ins Englische übersetzen, nehmen wir die Beschwerden auf. Es kommen viele positive Rückmeldungen über die Wirkung der Globuli und der Bedarf behandelt zu werden ist sehr groß.

Im Krankenhaus ist die Behandlung für Schwangere und Kinder bis zum 5.Lebensjahr zwar kostenlos und theoretisch sind die Malariamedikamente frei erhältlich, praktisch ist es aber für jemanden der krank ist, nicht möglich den Weg zum Krankenhaus zurück zu legen. Die Menschen können das Geld für den Transport zum Krankenhaus und die dort für die Aufnahme erforderliche Registrierungsgebühr nicht aufbringen. So ist besonders die Landbevölkerung in den Dörfern medizinisch deutlich unterversorgt. Da ist die Homöopathie eine effektive und kostengünstige Alternative.

Elke Schulte Güstenberg und Heidi Bart

 

 

Ansprechpartnerin

Barbara Boettcher
Heidi Bart

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