Reiseberichte

Homöopathische Arzneimittel für Sir Lanka?

Februar 2011

von links nach rechts:
Dr. De Zoysa, Erdmute Erben, Mag. Pharm. Robert Müntz

Während dieser Reise möchte ich gemeinsam mit Robert Müntz von der Firma Remedia und dem sri lankischen homöopathischen Arzt Dr. de Zoysa nach Wegen suchen, um die Arzneimittelsituation im Land zu verbessern. Sri Lanka verfügt über kein eigenes homöopathisches Labor. Die homöopathischen Mittel werden hauptsächlich aus Nordindien bezogen. Qualitätskontrollen gibt es nicht, so dass unter den Kollegen der Verdacht besteht, dass viele Kilos unarzneilicher Globuli im Umlauf sind. Mr. Piyasena Gamage, Minister für Indigene Medizin und zuständig für die Homöopathie Sri Lankas, betonte im Gespräch mit uns, dass ihm die Unabhängigkeit von Indien als Einfuhrmonopol und eine Überarbeitung der unklaren Arzneiqualität in Sri Lanka sehr am Herzen liegt.

Dr. De Zoysa ist Mitglied des „Homeopathic Council“. Die Mitglieder des Councils bestimmen maßgeblich die Situation der Homöopathie in Sri Lanka und erarbeiten zurzeit neue Richtlinien. Als Homöopath und Mitglied des Councils ist er berechtigt, homöopathische Arzneimittel zu importieren und herzustellen. Robert Müntz und Dr. de Zoysa einigen sich darauf, zunächst homöopathische Arzneimittel aus Europa zu importieren statt sofort mit der Planung eines Labors zu beginnen. De Zoysa möchte einen Arzneimittelvertrieb gründen um zunächst zu ermitteln, wie groß der Bedarf an hochwertigen Arzneimitteln im Land tatsächlich ist. Nach einer ersten Woche der Kontaktaufnahme ein ansehnliches Verhandlungsergebnis.

Letzte Planungen für die Laienausbildungen

Jeder Teilnehmer des Erste-Hilfe-Lehrgangs soll eine Box mit diesen wichtigsten homöopatischen Arzneimitteln an die Hand bekommen.

Anschließend treffe ich in Colombo Vertreterinnen unserer Partnerorganisation "Sewalanka Foundation". Gemeinsam planen wir seit dem vergangenen Jahr ein Projekt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in den ländlichen Gebieten. Bereits mit kleinen Kursen für akute Erkrankungen und Erste Hilfe könnte dort viel bewirkt werden. Nach der Idee der afrikanischen "Health Worker" sollen Laien in homöopathischer Akutversorgung ausgebildet werden. Diese Laienausbildung wird nicht von HOG-Teams durchgeführt werden, sondern von erfahrenen sri lankischen Kollegen um Dr. De Zoysa.

Wir besprechen in dieser Woche die letzten Details. Die Direktorinnen Mrs. Navaratne und Mrs. Edrisinghe schlagen vor, unseren Plan als Pilotprojekt in finanziell überschaubarem Rahmen zu beginnen und nach einer sechsmonatigen Laufzeit auszuwerten. Mit den Ergebnissen beabsichtigt Sewalanka bei den großen Welthilfsorganisationen in erheblich größerem Rahmen Unterstützung für dieselben Laienausbildungen im Norden des Landes zu beantragen.

Für unser Pilotprojekt spendet die Firma „Remedia“ unbürokratisch die notwendigen Arzneimittel für alle Dörfer, die von diesem Versuchsprojekt profitieren sollen.

Erdmute Erben

Bambusstangen, mit denen die Jetavana Dagoba zur Renovierung eingerüstet wird. (rechts oben einer der Handwerker zum Größenvergleich)

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das Hochwasser durchkreuzte etliche unserer Pläne im Februar 2011

Unter "Dschungel- Expedition" hatten wir uns einen Marsch zu Fuß ewartet. Durch den starken Monsunregen kommt alles anders. Über die schweren Überschwemmungen im Winter 2011 lesen Sie hier.